Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 01.09.2025

Diese AGB regeln die Vertragsbeziehungen zwischen anri IT, Inhaber: André Richter (Einzelunternehmen), Ziolkowskistraße 17, 09599 Freiberg, Deutschland, Telefon: +49 152 23485534, E‑Mail: [email protected] (nachfolgend Anbieter) und den Kundinnen und Kunden (nachfolgend Kunde). Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nicht, es sei denn, ihrer Geltung wurde ausdrücklich zugestimmt.


1. Geltungsbereich und Leistungsarten

  1. Diese AGB gelten für sämtliche vom Anbieter erbrachten IT‑Dienstleistungen. Hierzu zählen insbesondere – ohne abschließenden Charakter – IT‑Support, Installation/Konfiguration von Hard‑ und Software, Betrieb/Einrichtung von Daten‑/Speicher‑/Server‑Lösungen (z. B. NAS/Heimserver), Netzwerktechnik (z. B. Router, Internetzugang, WLAN/Mesh), Integration vernetzter Komponenten im Haushalt, Backup & Recovery, Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Updates, Firewall, Virenschutz), Beratung und Beschaffung sowie Individuallösungen.
  2. Es wird kein Onlineshop betrieben; etwaige Warenbeschaffungen erfolgen gemäß Ziffer 7.
  3. Der Anbieter erbringt Leistungen gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) und Unternehmern (§ 14 BGB).
  4. Regelfall Dienstvertrag (§§ 611 ff. BGB): Geschuldet ist eine fachgerechte Tätigkeit nach anerkannten Regeln der Technik, ohne Erfolgsversprechen. Werkvertragsrecht (§§ 631 ff. BGB) gilt nur, wenn ein konkret bestimmter Erfolg ausdrücklich vereinbart wurde (vgl. Ziffer 10).

2. Vertragsschluss, Angebote, Laufzeit

  1. Angebote sind freibleibend. Ein Auftrag kommt spätestens zustande durch ausdrückliche Annahme in Textform (z. B. E‑Mail/Messenger) oder durch Bestätigung eines Termins/Auftrags oder durch Beginn der Leistungserbringung. Eine definierte Kundenanfrage und deren Annahme durch den Anbieter genügen für den Vertragsschluss; der Leistungsbeginn ist nicht Voraussetzung.
  2. Bei fortlaufenden Unterstützungsleistungen (z. B. Betreuung/Monitoring) ergibt sich die Laufzeit aus der Einzelvereinbarung; mangels Vereinbarung kann jede Partei mit Frist von 30 Tagen zum Monatsende kündigen.

3. Leistungsbeschreibung und Lösungsoffenheit

  1. Die Leistungen sind lösungsoffen: Maßnahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen auf Basis der jeweils verfügbaren Informationen ausgewählt.
  2. Es kann trotz sorgfältiger Vorgehensweise nicht garantiert werden, dass eine bestimmte Lösung funktioniert, dauerhaft verfügbar ist oder sämtliche Probleme beseitigt. Eine Erfolgsgarantie wird nicht gegeben.
  3. Empfehlungen (z. B. Produkte, Updates, Konfigurationen) erfolgen nach heutigem Kenntnisstand; die Umsetzung entscheidet der Kunde.

4. Mitwirkungspflichten des Kunden

  1. Der Kunde stellt rechtzeitig alle erforderlichen Informationen, Zugänge und Freigaben bereit und benennt bei Bedarf eine entscheidungsbefugte Ansprechperson.
  2. Datensicherung: Vor Eingriffen ist eine aktuelle und funktionsfähige Datensicherung vorzuhalten. Auf Wunsch unterstützt der Anbieter hiergegen gesonderte Vergütung.
  3. Der Kunde trägt die Verantwortung für die lizenz‑ und vertragskonforme Nutzung eingesetzter Produkte sowie für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (insbes. Urheber‑, Datenschutz‑, Funk‑ und Gebäuderegeln).
  4. Die vorstehenden Pflichten sind beispielhaft; je nach Projekt können weitere angemessene Mitwirkungen erforderlich sein.

5. Vergütungsmodell und Preise

  1. Der endgültige Dienstleistungspreis setzt sich – soweit keine abweichende Festpreisvereinbarung getroffen wurde – aus folgenden Preiskomponenten zusammen:
    a) Anfahrtspauschale gemäß Preisliste,
    b) Basispreis (erste Stunde),
    c) jede weitere angefangene Stunde.
  2. Alle Preise verstehen sich in Euro und einschließlich Umsatzsteuer.
  3. Abrechnung erfolgt pro angefangener Stunde; mindestens eine Stunde wird berechnet.
  4. Die Fahrtkosten werden ausschließlich über die Anfahrtspauschale abgerechnet. Eine Preisliste sowie ein Berechnungstool stehen auf der Website im Bereich Preise zur Verfügung.
  5. Fremdkosten (z. B. Hardware, Softwarelizenzen, Ersatzteile, Hersteller‑/Partnerleistungen) sind Zusatzkosten des Kunden und nicht im Dienstleistungspreis enthalten.

6. Zahlungsbedingungen, Verzug, Forderungsmanagement

  1. Rechnungen sind sofort fällig und ohne Abzug, sofern nicht anders vereinbart.
  2. Der Kunde kommt – vorbehaltlich früherer Mahnung – spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung in Verzug (§ 286 Abs. 3 BGB); hierauf wird hingewiesen. Im Verzug fallen gesetzliche Verzugszinsen und angemessene Mahnkosten an.
  3. Der Anbieter behält sich vor, fällige und unbestrittene Forderungen bei Verzug an einen Inkassodienstleister oder Rechtsbeistand zu übergeben bzw. die Forderung abzutreten. Etwaige Inkasso‑/Rechtsverfolgungskosten werden im gesetzlich zulässigen Umfang geltend gemacht.
  4. Aufrechnungs‑ und Zurückbehaltungsrechte bestehen nur mit unbestrittenen, rechtskräftig festgestellten oder entscheidungsreifen Gegenansprüchen.

7. Beschaffung von Hard‑/Software und Eigentumsvorbehalt

  1. Beschafft der Anbieter Produkte im Namen und auf Rechnung des Kunden, kommt der Kaufvertrag zwischen Kunde und Händler/Hersteller zustande; es gelten deren Bedingungen und Gewährleistungen.
  2. Erfolgt die Lieferung ausnahmsweise im eigenen Namen, bleibt gelieferte Ware bis zur vollständigen Zahlung Eigentum des Anbieters (Eigentumsvorbehalt). Unberührt bleiben Hersteller‑Garantien nach deren Bedingungen.

8. Termine, Fristen, Höhere Gewalt

  1. Termine/Reaktionszeiten sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich zugesagt wurden.
  2. Ereignisse außerhalb der Kontrolle des Anbieters (z. B. Ausfälle bei Drittanbietern, Lieferverzögerungen, höhere Gewalt, Strom/Netzausfall) verlängern Fristen angemessen; Schadensersatz hieraus ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

9. Fernwartung und Sicherheit

  1. Fernzugriffe erfolgen nur mit Einwilligung des Kunden und unter angemessenen Sicherheitsmaßnahmen. Der Kunde überwacht – soweit erforderlich – laufende Prozesse.
  2. Zur Fehleranalyse dürfen Protokolle erstellt und temporäre Datenkopien angelegt werden; eine vertrauliche Behandlung erfolgt gemäß Ziffer 13.

10. Werkleistungen: Abnahme und Mängelrechte

  1. Bei vereinbarten Werkleistungen erfolgt eine Abnahme; Teilabnahmen sind zulässig. Geringfügige Mängel berechtigen nicht zur Abnahmeverweigerung.
  2. Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte (§§ 634 ff. BGB). Der Anbieter ist zunächst zur Nacherfüllung berechtigt.

11. Dienstleistungen: Keine werkvertraglichen Mängelrechte

Bei Dienstleistungen bestehen keine Mängelrechte im werkvertraglichen Sinn; es gilt Ziffer 3 (lösungsoffen, kein Erfolg geschuldet). Gesetzliche Rechte (z. B. Kündigung aus wichtigem Grund) bleiben unberührt.

12. Haftung

  1. Haftung unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei Übernahme einer Garantie.
  2. Bei einfacher Fahrlässigkeit Haftung nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und beschränkt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
  3. Haftung für Datenverlust ist auf den Aufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer, regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
  4. Für Drittleistungen (z. B. Cloud‑/Provider‑Dienste, Hersteller‑Support) wird nicht gehaftet; es gilt Ziffer 7.

13. Datenschutz, Vertraulichkeit, Auftragsverarbeitung

  1. Verarbeitung personenbezogener Daten zur Vertragserfüllung gemäß Datenschutzerklärung unter anri-it.de/datenschutz.
  2. Soweit der Anbieter als Auftragsverarbeiter tätig wird, schließen die Parteien vorab eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung (Art. 28 DSGVO).
  3. Geschäfts‑ und Betriebsgeheimnisse des Kunden werden vertraulich behandelt; gesetzliche Mitteilungspflichten bleiben unberührt.

14. Stornierungen und Terminabsagen (Verbraucher)

  1. Terminabsagen sind bis 24 Stunden vor Beginn kostenfrei möglich. Bei späterer Absage oder Nichterscheinen fällt eine Ausfallpauschale in Höhe des Basispreises (erste Stunde) an, sofern kein Fall höherer Gewalt vorliegt oder ein geringerer Schaden nachgewiesen wird.
  2. Kurzfristige Termine (vereinbart weniger als 24 Stunden vor Beginn): Eine kostenfreie Absage ist bis 2 Stunden vor dem Termin möglich; anschließend fällt die Ausfallpauschale in Höhe des Basispreises (erste Stunde) an.
  3. Gesetzliche Widerrufsrechte bei Fernabsatz‑/Außerhausverträgen bleiben unberührt (siehe Widerrufsbelehrung).

15. Verbraucherstreitbeilegung (§ 36 VSBG)

  1. Es besteht weder Bereitschaft noch Verpflichtung, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

16. Schlussbestimmungen

  1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN‑Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern bleiben zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts unberührt.
  2. Ist der Kunde Kaufmann, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
  3. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform.
  4. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Regelungen unberührt; an ihre Stelle tritt die gesetzliche Bestimmung (§ 306 BGB).
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